Tuesday, December 1

Agrobusiness - Beispiel Kalifornien

Agrobusiness

Bewässerungsfeldwirtschaft - Das Beispiel Kalifornien

Agrobusiness

Agrobusiness ist die industrielle Organisations- und Produktionsform der Landwirtschaft, wobei Produktion, Zulieferung und Vermarktung zusammengefasst werden.

Landwirtschaftliche Produkte sollen in möglichst großer Stückzahl, in stets gleicher Qualität, zu möglichst niedrigen Kosten, für einen höchstmöglichen Gewinn verkauft werden.

pastedGraphic.pdfNaturraumanalyse

Lage

  1. 30º-42º N / 116º-124º W
  2. Pazifikküste, Westen Nordamerikas

Terrain

  1. Küstenebene, Küstenkette, Kal. Längstal, Sierra Nevada
  2. Tektonische Plattengrenze (Pazifik-/Amerikaplatte)

Klima

  1. Semihumides-/Semiarides subtropisches Winterregenklimat
  2. Vertikal: niedderschlagsreicher Norden, niederschlagsarmer Süden
  3. Horizontal: terrainbedingt W-O: semihumid-arid-semihumid
  4. Temperaturen unterliegen geringen jährlichen Schwankungen

Vegetation

  1. Westliche Gebirgsflanken - Wälder, kalifornisches Längstal - Wüste

Böden

  1. kalifornisches Längstal - Sedimente

Bedeutung der Landwirtschaft für CA

  1. Wirtschaftlich
    1. Größter Exporteur innerhalb der USA: 5014 Mio. $
    2. Erträge arbeitsintensiver Anbaupflanzen
  2. Maßstabsmäßig
    1. Primatstellung - Größte landwirtschaftliche Produktion innerhalb der USA
    2. 65% der amerikanischen Megafarms
    3. Ausgedehnte Anbauflächen
  3. Technisch
    1. Hoch-mechanisiert, hoch-spezialisiert
    2. Rationalisierung aller Produktionsprozesse bis hin zur Vermarktung

Topografische Unterteilung landwirtschaftlicher Nutzung

  1. Sierra Nevada, Südosten, Norden: Weidewirtschaft
  2. Portland-Region: intensive Weidewirtschaft
  3. Kerngebiet des kal. Längstals: intensiver Obst, Früchte, Gemüseanbau
  4. Vereinzelte Streugebiete: intensiver Obst, Früchte, Gemüseanbau
  5. Gebiet nahe Sierra Nevada in Zentralkalifornien: Bewässerte Weiden
  6. Südwestliches Längstal: Baumwolle und Luzerne (Viehfutter)

Bewässerungssysteme


Bew-systeme

+

-

Oberflächenb.

Geringe Pump-/Installationskosten

Hoher rel. Wasserbedarf, arbeitsintensiv, hohe Verdunstungsrate

Wirkstoffe nicht einsetzbar

Beregnungsb.

Installationskosten

Geringer Arbeitsaufwand

Hohe Pumpkosten

Tröpfchenb.

Geringer Wasserbedarf, Arbeitsaufwand

Verstopfungsanfällig, extrem hohe Installationskosten


Industrietomaten aus Kalifornien

Grundlage

Zwei fundamentale Innovationen: Sensorgesteuerter Tomatenvollernter, entsprechende Hartschalen-Tomaten

Rentabilität

  1. Hauptsächlich auf größeren Farmen im kal. Längstal
  2. Nicht rentabel auf kleinen, abgelegenen Farmen, so im Mittelwesten und an der Ostküste

Monopol Kaliforniens über Tomatenanbau

95% Gesamtproduktion der USA (1947: 42%)

93% Gesamtanbauflächen der USA (26%)

Umstrukturierung der Arbeitsweise

WW2 - ’47 US-Arbeitskräfte nehmen besser bezahlte Jobs in Industrie > Arbeitskräftemangel > Versorgung mit billigen mexikanische Arbeitskräften

1947 Hartschalentomate-Prototyp

Bis 1962 ausschließlich männliche, billige, mexikanische Wanderarbeiter (Handarbeit)

1962 - ’70 Mechanisierung (Boom ’64 - ’66 von 3% auf 70% mechanisiert)

1970 - ’75 Verlagerung von Arbeitsplätzen vom Feld in die Fabriken (Neuschaffung von Arbeitsplätzen für Frauen)

1975 Einführung des automatischen Vollsortierers

1950 - 2002 Farmenzahl halbiert, Gesamtanbaufläche 4x

Grenzen des Agrobusiness

Ökologische Faktoren

  1. Bodendegradation > veränderter Bodenchemismus
  2. Grundwasserabsenkung
  3. Bodenerosion
  4. Bodenversalzung
  5. Eutrophierung

Sozioökonomische Faktoren

  1. Risiken durch Gen-Manipulation (Nachfrage der Konsumenten)
  2. Explosion der Betriebskosten
  3. Risiko vor Weltmarkt-Schwankungen
  4. Inflexibel
  5. Wegfallen von Arbeitsplätzen

Agrarsektor Global

Schweinemast in Dänemark

Beziehungen

Hauptsächlich vollzieht sich der Welthandel zwischen wenigen Ländern (NAFTA & EU)

Lieferländer EU & NAFTA: Dänemark, Niederlande, USA

Abnehmerländer EU & Asien: Deutschland, Italien, Japan

Trends

Deutschland

1988 - ’97 70% gesteigerte Einfuhr (Hauptlieferant Niederlande)

Hauptmärkte von Dänemark (’78 - ’88 - ’98)

Deutschland ⤴ ⤴ USA ⤴⤵ Japan ⤴ ⤴

Ereignisse

1997 Schweinepest

1985 - ’95 USA vom Importeur zum Exporteur

Pro-Kopf-Verbrauch

  • Generell stabil
  • Ausnahmen: Spanien & Schweden

Stellung Dänemarks auf Weltmarkt

  • Größter Exporteur (Primatstellung)
  • Abhängig von Abnehmerländern (Schweinefleisch wichtigstes Exportprodukt)
  • Maßgeschneiderte Produkte
  • Wertsteigerung durch Weiterverarbeitung in Dänemark

Strukturwandel der dänischen Schweinemastbranche

Produktionsformen

  • Anzahl Familienbetriebe nahm drastisch ab
  • Konsolidierung der Produzenten
  • Sektorale Konzentration: Weniger Betriebe & größere Bestände
  • Konzentrationsprozesse noch nicht abgeschlossen
  • Bsp.: 1999 sind 41% der Produzenten für 90% der Gesamtproduktion verantwortlich
  • Wirtschaftlichkeitsgrenze mittlerweile höher als 1000 Tiere/Betrieb

Verbundsysteme

  • Dachverband Dankse Slagterier
  • Gemeinsame Schlachtereien
  • Bindung an Abnehmer-/Lieferantenverträge (horizontale Integration)
  • Einhaltung von globalen Regeln und Standards
  • Einzugsbereiche der jeweiligen Verbundsysteme großflächig, landesweit, jedoch räumlich getrennt
  • Garantiert & erleichtert ökonomischen Erfolg der gesamten Branche
  • Zusammenfassung unterschiedlicher Produktionsstufen

Qualitätssicherung

  • Umweltschonung

Eigene Futterproduktion deckt mid. 70% des Bedarfs

Umweltgerechte Kompostierung

  • Flächenbindung

Tierbesatz: 30 Tiere/1,7 ha

Ziel: Produktion verbleibt in landwirtschaftlichen Betrieben

  • Verbundsysteme

Qualitätsstandards

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